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   4DOS5TIP.TXT  -  Hinweise zu JPSofts 4DOS 5.5b/c, 5.51, 5.52a und NDOS


   Copyright (C) 03/1995-05/1997 bei Matthias Paul


   Diese Datei enthlt einige Tips und Hinweise zu 4DOS 5.5+.
   Auerdem werden einige undokumentierte Details und verschiedene
   Bugs aufgezhlt. Obwohl in dieser Datei zum Teil eher negative
   Aspekte in der Realisierung von 4DOS aufgelistet werden, soll damit
   das Produkt keinesfalls schlecht gemacht werden. Im Gegenteil: 4DOS
   ist eine echte Perle unter den DOS-Erweiterungen und kann (fast)
   durchweg empfohlen werden. Nichtsdestotrotz: Kein Produkt ist
   perfekt und diese Hinweise sollen einige Stolpersteine bei der
   Anwendung aus dem Weg rumen.


   Keine Gewhr fr Korrektheit. Keine Haftung fr Schden jeglicher Art.

   Bitte beachten Sie README.1ST fr weitere Bestimmungen.

   Hinweise bitte an <Matthias.Paul@post.rwth-aachen.de>.

   Letzte nderung: 1997-05-01 -mp


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   bersicht:

   1. 4DOS 5.51/5.52a - Streifzug + Gegenberstellung mit DOS 7 COMMAND.COM
   2. Undokumentierte und neue 4DOS.INI Direktiven
   3. Undokumentierte Variablen
   4. Undokumentierte Funktionen
   5. Kompatibilitt
   6. Tips zur Speicherplatz-Optimierung
   7. Tips zur Bestimmung der landessprachlichen Anpassung
   8. Die Vorab-Umgebung von DR DOS/Novell DOS/Caldera OpenDOS unter 4DOS
   9. Hinweis fr DESCRIPT.ION Dateien und PKZIP
  10. Bugs

                                                                             
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   1. 4DOS 5.51/5.52a - Streifzug + Gegenberstellung mit DOS 7 COMMAND.COM:
   ========================================================== [96-10-14] ===

   Die Release 5.51 von 4DOS soll mit den neuen Mglichkeiten des in
   MS Windows95 (alias Chicago) integrierten MS-DOS 7 aufschlieen.

   So untersttzt 4DOS nun unter MS-DOS 7 auch lange Dateinamen und
   die beiden neuen internen Kommandos LOCK und UNLOCK zum Sperren und
   Entsperren von Laufwerken (z.B. fr die exklusive Benutzung eines
   Laufwerks durch einen Platten-Defragmentierer).

   Aber auch mit 4DOS 5.52a werden noch nicht alle der neuen Mglichkeiten
   von MS-DOS 7 adaptiert:

   Es fehlt z.B. noch das neue interne Kommando LFNFOR [[=] ON | OFF], mit
   dem man unter MS-DOS 7 einstellen kann, ob whrend der Expandierung von
   Dateinamen in FOR-Befehlen lange Dateinamen oder die alten Dateinamen
   verwendet werden drfen. Dies drfte fr manche Batchjobs ein wichtiges
   Kompatibilitts-Feature sein, zumindest unter COMMAND.COM.

   Im Rahmen der Einfhrung der langen Dateinamen wurde bei MS-DOS 7 auch
   die Beschrnkung auf maximal 126 Zeichen in der Kommandozeile aufgehoben.
   Enthlt die Zeile mehr als 126 Zeichen, wird das Lngenbyte auf 127
   gesetzt und an diese Position (d.h. ein Zeichen zu frh) ein ASCII-13.
   Offenbar befand sich in Beta-Versionen von MS-DOS 7 der Rest der
   Kommandozeile in der Umgebungsvariable %CmdLine%, die ausgelieferten
   Versionen benutzen %CmdLine% aber genauso wie das Vorbild 4DOS/NDOS,
   d.h. die komplette Zeile wird in %CmdLine% reprsentiert. Nichtsdesto-
   trotz kann eine Eingabe am Prompt von COMMAND.COM genauso wie frher
   nicht lnger als 126 Zeichen lang sein.

   Der Befehl START wird bei MS-DOS 7 als externes Kommando bereitgestellt,
   daher ist das interne START von 4DOS (fr OS/2 gedacht) gesperrt.

   MS-DOS 7 bietet einige neue Mglichkeiten, etwa neben den blichen
   einfachen und doppelten Punkten in Pfadangaben ("." und "..") auch
   noch "..." und "...." fr die weiter bergeordneten Verzeichnisse
   zu verwenden. Diese Mglichkeit bietet 4DOS schon seit Ewigkeiten.

   Neu bei MS-DOS 7 hinzugekommen ist (laut Dokumentation) allerdings
   die Mglichkeit, eine Kommandozeile mit einem Fragezeichen enden zu
   lassen (neben der bisherigen Option, sie mit einem Fragezeichen nach
   dem Befehl beginnen zu lassen). In diesem Fall soll eine Art Online-
   Edit-Mode aktiviert werden, d.h. man kann die aktuelle Kommando-
   zeile editieren und neue Parameter hinzufgen kann, was besonders in
   Batchjobs eine willkommene Mglichkeit darstellt (allerdings konnte
   ich diese Option noch nicht nachvollziehen). Eine hnliche Funktion
   bieten 4DOS 5.51/5.52a und auch Novell DOS 7 (Update 15, 01/1996)
   oder Caldera OpenDOS 7.01 COMMAND.COM noch nicht. (Bei 4DOS wre sie
   allerdings auch nicht ganz konfliktfrei mit anderen Funktionen lsbar.)

   Nebenbemerkungen:

    Diese Idee ist nicht grundstzlich neu: Es gab es schon lange Pro-
    gramme, die eine sehr hnliche Funktion in Eigenregie beherrschten,
    wie etwa KEILs Assembler-Shells und meine Projektintegrations-
    oberflche PROSHELL: Mit einem '&'-Zeichen am Ende der Kommandozeile
    wird ein applikationsinterner Prompt aktiviert, der das Editieren der
    Kommandozeile ermglicht, bevor die Applikation 'wirklich' startet.
    Dabei kann - zumindest bei PROSHELL - die Editierung auch ber mehrere
    Zeilen gehen und auch aus einer Eingabeumleitung stammen.
    Damit auch Caldera OpenDOS/Novell DOS/DR DOS und alte MS-DOS Anwendungen
    von diesen neuen Mglichkeiten profitieren knnen, untersttzt die von
    mir entwickelte FreeWare PASCAL-Unit CUI_LIB.PAS ab Version 1.11 dieses
    Feature (siehe K3PLUS alias FreeKEYB, CPI, u.a., in Zukunft vielleicht
    auch in FreeDOS).
    Wird CUI_LIB in eigene Applikationen eingebunden, stellt es neben
    vielen anderen Funktionen auch eine der Windows95 sehr hnliche
    Online-Edit-Mglichkeit dar. Es werden beide Spielarten (mit '?'
    und mit '&') untersttzt. Die Editiermglichkeiten sind aber stark
    erweitert, wenn auch trotzdem kompatibel:
    Die Eingabe kann ber mehrere Zeilen gehen und Kommentare enthalten
    (wichtig bei Eingabeumleitung), auerdem ist die Ersetzung von Variablen
    voll in das CUI_LIB-Konzept integriert, d.h. es werden auch 4DOS/NDOS
    DESCRIPT.ION Dateien und %xxxxCMD% Variablen in vielen Varianten unter-
    sttzt. Da diese Funktionalitt im Eingabe-Interface der Applikation
    enthalten ist, funktioniert dies unter jedem DOS und/oder COMMAND.COM
    und ist nicht auf Windows95 beschrnkt. :-)

   4DOS 5.52a fehlen leider unverstndlicherweise auch noch drei Jahre nach
   der Einfhrung von Novell DOS 7 immer noch eine ganze Reihe interner
   Befehle von DR DOS, Novell DOS und Caldera OpenDOS COMMAND.COM:

   Dazu gehren die internen Kommandos DELQ, ERAQ, ERA, SWITCH, HILOAD, ver-
   schiedene Optionen bei internen Kommandos wie DIR (so ziemlich alles ist
   anders und lt sich auch nicht konfliktfrei lsen), CD/CHDIR (Option /A
   und spezielle SwitChar-Untersttzung fehlt), COPY (Option /Z fehlt),
   ECHO (Sonderfunktion von "off" und "on" am Prompt), CLS (Behandlung fr
   Variable %$Cls% fehlt), IF (die Sonderbehandlungen fr AND, OR, #value,
   >, <, >=, <=, <> fehlen), EXIT ([errorlevel]), PROMPT ($u, $x, %PExec%
   und spezielle SwitChar-Untersttzung fehlen und lassen sich nur partiell
   mit %@Exec[]% ersetzen; $h kann nicht ber die Grenzen von expandierten
   Variablen/Funktionen hinweg arbeiten). Glcklicherweise kann man die
   meisten dieser Befehle und Optionen mit (allerdings teilweise recht
   komplizierten) Aliasen nachbilden (siehe NWDOSTIP.TXT, 4DOSCOMP.BAT).
   Manche Dinge lassen sich aber derzeit nicht nachbilden, man darf also
   auf zuknftige Updates gespannt sein...

                                                                             
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   2. Undokumentierte und neue 4DOS.INI Direktiven:
   ================================================

                     5.5b         5.5c         5.51        5.52a

   AppendToDir=      --           --           --       (UPDATE552.DOC) dok.
   ChangeTitle=      undok.       undok.       undok.      undok.
   CopyEA=           undok.       undok.       undok.      undok.
   Debug=            undok.       undok.       undok.      undok.
   ListExit=         --           --        (UPDAT551.DOC)  dok.
   MaxLoadAddress=   teilw. dok.  teilw. dok.  (REFMAN.DOC 5.0)
                     (fr spezielle Probleme mit NDIS-Treiber)
   RexxPath=         --           --        (UPDAT551.DOC)  dok.
   Win95LFN=         --           --           undok.      undok.


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   3. Undokumentierte Variablen:
   =============================

                     5.5b         5.5c         5.51        5.52a

   _PID              undok.       undok.       undok.      undok.
   _PIPE             undok.       undok.       undok.      undok.

                     Beide Variablen liefern jedoch unter 'normalem' 4DOS
                     (5.51/5.52a) lediglich leere Zeichenketten zurck,
                     sind also entweder generell gesperrt oder nur unter
                     bestimmten Voraussetzungen verfgbar.
                     (Intern wird \pipe\ verwendet.)


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   4. Undokumentierte Funktionen:
   ==============================

                     5.5b         5.5c         5.51        5.52a

   @ALTNAME[]        undok.       undok.       undok.      undok.
   @FINDCLOSE[]      undok.       undok.       undok.      undok.
                     (Liefert auf meinen Systemen unabhngig von evtl.
                     Argumenten bisher immer die Zahl 28928 zurck.)
   @GETDIR[]         undok.       undok.       undok.      undok.
   @GETFILE[]        undok.       undok.       undok.      undok.
   @INIREAD[]        undok.       undok.       undok.      undok.
   @INIWRITE[]       undok.       undok.       undok.      undok.
   @REPLACE[]        undok.       undok.       undok.      undok.
   @REXX[]           undok.       undok.       undok.      undok.

                     Alle diese Funktionen (auer @FINDCLOSE[]) werden
                     (bei 4DOS 5.51/5.52a) mit 'Bad function' zurck-
                     gewiesen, so als wren sie nicht vorhanden. Entweder
                     sind sie also generell gesperrt oder nur unter
                     bestimmten Voraussetzungen verfgbar.

                                                                             
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   5. Kompatibilitt (sehr unvollstndig): [96-10-14]
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   - 4DOS 4.01 und NDOS 7.0 bieten %=s und @InStr[] noch nicht
     (wurde wahrscheinlich mit 4DOS 5.0 oder 5.5 eingefhrt, aber dies
     ist nicht gesichert).
     Anstelle von %=s kann man die Anweisung manchmal auch in umgekehrte
     `Anfhrungszeichen` setzen, fr @InStr[] mu man auf die ltere
     Funktion @SubStr[] ausweichen. Dies ist allerdings nicht in allen
     Fllen mglich.
   - 4DOS 3.xx kennt @FileSize[] und @DiskFree[] noch nicht (damals war es
     als Sonderfall von IF realisiert). NDOS 7.0 kennt diese Direktiven
     bereits.
   - @Truename[] sollte nicht mit DOS vor 3.0 verwendet werden.
   - Anweisungen wie FOR %%x IN (%1 %2 %3 %4 %5 %6 %7 %8 %9) DO ...
     machen unter 4DOS 4.01 Probleme, wenn ein Wildcard als Parameter
     bergeben wird (etwa /?), die FOR-Anweisung aber nur zur Parameter-
     auswertung verwendet wurde. In spteren Versionen wird dies 'konflikt-
     freier' gelst, obwohl Wildcards natrlich weiterhin ersetzt werden.
   - 4DOS definiert die Variable %_4Ver%, NDOS hingegen die Variable
     %_NVer%, die nicht die gleiche Versionspolitik verfolgen, d.h. getrennt
     abgefragt werden mssen.
   - 4DOS liefert in seltenen Fllen auch bei internen Befehlen einen Error-
     code, so wird z.B. Errorlevel 255 gesetzt, wenn man einen Befehl mit
     <Ctrl>+<c> (nur whrend des Hilfeschirms???) abbricht.


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   6. Tips zur Speicherplatz-Optimierung:
   ======================================

   - Obwohl 4DOS nicht direkt etwas mit der Speicherverwaltung des Rechners
     zu tun hat, gibt es zwei Regeln, die Systemumgebung betreffend, deren
     Beachtung u.U. einige KiloByte zustzlichen Speicherplatz schaffen
     knnen. Dazu gehrt einerseits das Verwenden des vorangestellten
     Zeichens '@' vor resident zu ladenden Programmen und der *gezielte*
     Einsatz von SETLOCAL/ENDLOCAL/UNSET.
     Nhere Hinweise gibt es in Kapitel V.8. in NWDOSTIP.TXT.

                                                                             
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   7. Tips zur Bestimmung der landessprachlichen Anpassung:
   ========================================================

   4DOS.COM existiert meines Wissens nur in einer englischen Version,
   NDOS.COM (Lizenzversion bei den Norton Utilities) jedoch in landes-
   sprachlichen Anpassungen. In manchen Fllen ist es notwendig, die
   Sprache zu bestimmen.
   Dabei mu man i. allg. sorgfltig zwischen der Sprache der DOS-Version
   und der von 4DOS/NDOS.COM unterscheiden. Bezglich der Sprachbestimmung
   von externen Utilities und COMMAND.COM sei auf Beispiele in NWDOSTIP.TXT
   verwiesen (z.B. in MEM.BAT). Die folgenden Variablen knnen zur
   Bestimmung der Sprache von 4DOS/NDOS.COM benutzt werden:

    Englisch (aus 4DOS 5.51/5.52a):

     %_DOW%       Sun Mon Tue Wed Thu Fri Sat
     %_Month%     Jan Feb Mar Apr May Jun Jul Aug Sep Oct Nov Dec
     %_FG% %_BG%  Bla Blu Gre Cya Red Mag Yel Whi [Bri]

    Deutsch (aus NDOS 7.0):

     %_DOW%       So Mo Die Mi Do Fr Sa
     %_Month%     Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
     %_FG% %_BG%  Sch Bla Gr Zya Rot Mag Gel Wei [Leu]


   Ab 4DOS 5.5 oder 5.51 wurde die landessprachliche Untersttzung stark
   erweitert, allerdings ist das Konzept (wie so hufig) nur fr den US-
   Markt wirklich durchdacht und wirft in allen Lndern, die z.B. statt
   des Dezimalpunkts ein Komma etc. verwenden, groe Probleme auf:

   Offenbar reagieren jetzt smtliche Funktionen auf das landessprachliche
   Symbol, es gibt aber weder eine praktische Funktion, die aktuelle Ein-
   stellung auszulesen, noch akzeptieren die Vergleichsfunktionen *beide*
   Varianten. Dadurch sind Abfragen wie

    IF %_DOSVer% LT 3.3 ECHO Zu alte DOS Version!

   z.B. in Deutschland unbrauchbar und das 3.0 mte zu 3,0 umgendert
   werden. Abgesehen davon, da damit an ziemlich essentieller Stelle keine
   Abwrtskompatibilitt zu alten 4DOS-Versionen und 4DOS-Batchjobs besteht,
   ist das Schreiben internationaler Batchjobs nahezu unmglich. Natrlich
   kann man endlose Doppelabfragen o.. einbauen, aber von effektivem
   International-Support und Kompatibilitt kann in diesem Punkt keine
   Rede sein. Es gibt auch keine Filterfunktion, mit der man die Formate
   angleichen knnte oder Einstellungen, mit denen man etwa das Dezimal-
   komma fr die Laufzeit eines 'internationalen' Batchjobs auf den Punkt
   umstellen knnte.

   Damit wird die Idee "Think global!" ad absurdum gefhrt...

   Dieses Manko wird hoffentlich mit einem zuknftigen Update beseitigt.

   Ein Workaround fr Werte, die wie 3.0 mit ".0" enden, ist es, diese
   Endung einfach wegzulassen. Glcklicherweise trifft dies auf viele
   Abfragen zu, natrlich ist es keine generelle Lsung des Problems.

   Aber vielleicht hat jemand anderes schon eine passabele Lsung gefunden?

                                                                             
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   8. Die Vorab-Umgebung von DR DOS/Novell DOS/Caldera OpenDOS unter 4DOS:
   ======================================================== [97-01-05] ===

   DR DOS 6.0, Novell DOS 7 und Caldera OpenDOS 7.01 wandeln Vorab-
   Umgebungsvariablen, die innerhalb der CONFIG.SYS mit SET= belegt wurden,
   nicht in Grobuchstaben um, d.h. sie werden so in der Vorab-Umgebung
   reprsentiert, wie sie geschrieben wurden.
   Auerdem werden smtliche Zeichenketten, die per SET= definiert werden,
   an das Ende der Vorab-Umgebung angehngt, auch wenn diese keinen Wert
   enthalten oder bereits belegte Variablen ersetzen wrden.

   Wird am Ende der CONFIG.SYS-Behandlung COMMAND.COM geladen, so wertet
   der Kommandointerpreter die Vorab-Umgebung aus und baut dabei sein
   Master-Environment auf. Dabei werden die Variablennamen auch in Gro-
   buchstaben umgewandelt. Letzteres geschieht bei 4DOS (zumindest bis
   5.52a) nicht. Normalerweise ist das unkritisch, weil 4DOS bei Variablen-
   expansionen sowohl die Variablennamen in der Umgebung, als auch in der
   Referenz in Grobuchstaben umwandelt, d.h. innerhalb von Batchjobs er-
   kennt man keinen Unterschied (die Auflistung per SET zeigt aber sehr
   wohl den Unterschied in der Schreibweise).

   Wenn Programme aber direkt auf die Umgebung zugreifen und dabei nicht
   ebenfalls beide Seiten des Vergleichs in Grobuchstaben umwandeln,
   kann es vorkommen, da in CONFIG.SYS definierte Variablen auf DR DOS
   und Novell DOS Systemen, auf denen 4DOS.COM ohne COMMAND.COM luft,
   nicht gefunden werden.

   Es gibt noch einen weiteren Unterschied: 4DOS (getestet bis 5.52a)
   tastet bezglich der Vorab-Umgebung die DR DOS/Novell DOS internen
   Datenstrukturen nicht an. Sobald aber COMMAND.COM geladen wird, wird
   nach der Auswertung der Vorab-Umgebung und bernahme dieser in das
   Master-Environment jene in INT21h/4458h, Offset +12h mittels des
   Wertes 0 fr ungltig erklrt.
   4DOS lt hier den alten Wert stehen, der aber nun ins Leere zeigt!
   Wenn Utilities einen Wert ungleich 0 als Erkennung fr einen gltigen
   Pointer auf eine Vorab-Umgebung annehmen, wird dies unter 4DOS meistens
   zum Absturz des Rechners fhren. Solange 4DOS fr dieses Problem noch
   keinen Fix implementiert hat, hilft folgendes Workaround:

   Nachdem 4DOS (ohne zustzliches COMMAND.COM) geladen wurde, sollten Sie
   am Anfang der AUTOEXEC.BAT bei Novell DOS 7 folgende Zeile aufnehmen:

    c:\nwdos\command.com /C EXIT

   Bei Caldera OpenDOS natrlich:

    c:\opendos\command.com /C EXIT

   Dadurch wird COMMAND.COM nur kurzzeitig geladen und patcht einige interne
   Datenstrukturen so, wie dies unter DR DOS/Novell DOS/Caldera OpenDOS
   gltig wre (z.B. wird besagtes Pointer-Offset auf Null gesetzt). Danach
   gehren diese Probleme auch unter 4DOS der Vergangenheit an.


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   9. Hinweis fr DESCRIPT.ION Dateien und PKZIP:
   ==============================================

   Die Option -i (und -i-) kann nicht auf DESCRIPT.ION Dateien angewendet
   werden, da dies offenbar nicht funktioniert (ist allerdings auch nicht
   gerade sinnvoll). Auerdem sollten DESCRIPT.ION Dateien normalerweise
   nicht das Read-Only-Attribut gesetzt haben.

                                                                             
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   10. Bugs: [96-10-14]
   ====================

   - Auch mit geladenem IPX/NETX oder - speziell unter Novell DOS 7 und
     Caldera OpenDOS 7.01 - mit dem Eintrag LASTDRIVE=32 in CONFIG.SYS ist
     es mit dem SUBST-Befehl unter 4DOS nicht mglich, das Laufwerk `:
     anzusprechen.

   - Das Online-Hilfesystem kommt nicht mit allen Textbildschirmgren
     zurecht. Besonders die 40-Zeichen-Modi stiften einige Verwirrung in
     der Bildschirmausgabe. Auch die Umschaltung der aktiven Bildschirmseite
     wird nicht untersttzt, andererseits aber auch nicht sauber ignoriert,
     wie dies fr verschiedene interessante Mglichkeiten mit K3PLUS' (alias
     FreeKEYBs) Bildschirmseiten-Feature notwendig wre.

   - Die Behandlung von Caldera OpenDOS/Novell DOS/DR DOS pawortgeschtzten
     Dateien oder Verzeichnissen ist nicht vollstndig. Das Verhalten weicht
     hier teilweise stark vom Verhalten von Novells COMMAND.COM ab und
     einige Mglichkeiten werden berhaupt nicht angeboten. Nhere Hinweise
     gibt es in NWDOSTIP.TXT.

     Zum Beispiel ist es nicht mglich, auf pawortgeschtzte Dateien
     zuzugreifen, die in pawortgeschtzten Verzeichnissen liegen, da hier
     normalerweise zwei Pawrter erwartet werden und 4DOS 5.51/5.52a mit
     Angaben wie

      TYPE c:\protdir;passw1\protfile;passw2

     (auch bei verdoppeltem Semikolon) nicht klar kommt. Generell macht
     das Arbeiten innerhalb pawortgeschtzter Verzeichnisse unter 4DOS
     Schwierigkeiten: Z.B. werden die Dateien nicht angezeigt, falls sie
     ebenfalls pawortgeschtzt sind. Beim Operieren innerhalb eines
     pawortgeschtzten Verzeichnisses wird offenbar jedesmal das Pawort
     bentigt, auch wenn man sich bereits in diesem Verzeichnis befindet.
     Diese Bugs werden hoffentlich in einem spteren Update behoben.

   - 4DOS 5.51/5.52a TYPE fhrte bei pawortgeschtzten Dateien unter
     Novell DOS 7 (getestet mit Update 15) zu einem EMM-Schutzfehler mit
     Absturz. Sollten Sie mit diesen 4DOS-Versionen arbeiten mssen,
     verwenden Sie folgendes Workaround:

      ALIAS TYPE `COMMAND.COM /C TYPE %&`

   - Obwohl Novell DOS 7 ab Update 14 auch UMB-Regions untersttzt, meckert
     4DOS (getestet bis 5.52a) bei LH/LOADHIGH mit Parameter /L:x "No UMB
     regions defined" an. Ursache unklar. Ein Workaround zum Laden in UMBs
     ist durch temporren Aufruf ber COMMAND.COM mglich, also statt

      LH /l:2 DOSKEY /insert
      COMMAND.COM /c LH /l:2 DOSKEY /insert

     Dies sollte man allerdings nur dort ausfhren, wo man sicher wei,
     da die Programme auch tatschlich hochgeladen werden knnen, denn
     sonst ist der kurzzeitig geladene Original-Kommandoprozessor jedem
     Optimierungsbestreben im Weg.

   - 4DOS untersttzt offenbar nicht DOSKEY, auch nicht mit SETDOS /l1
     (Getestet: 4DOS 4.xx und 5.52a mit Novell DOS Update 15).
     Natrlich bietet 4DOS selbst wesentlich umfangreichere Mglichkeiten
     als DOSKEY, aber trotzdem mte DOSKEY aus Kompatibilitittsgrnden
     untersttzt werden (knnen)...

   - 4DOS 5.51 hatte im Gegensatz zu 4DOS 5.5b/c und 4DOS 5.52a auf mehreren
     Testrechnern reproduzierbar massive Probleme mit Novell DOS 7 MEMMAX +V
     Option (getestet mit Novells EMM386 v3.10 /VIDEO aus Update 15).
     Sobald man MEMMAX +V ausfhrt und MEMMAX seine Meldung ber den der-
     zeitigen Status ausgeben will, strzt das System tief ab (Bildschirm-
     inhalt durcheinandergewrfelt und wildes Gepiepse).
     Wenn Sie mit 4DOS 5.51 arbeiten, sollten Sie folgendes Workaround ver-
     suchen, das zumindest bei meinen Testrechnern funktionierte. Die Lsung
     besteht darin, MEMMAX ber ein ALIAS oder ber einen Batchjob nur
     indirekt ber COMMAND.COM aufzurufen.

     ALIAS-Beispiele:

      ALIAS MEMMAX `c:\command.com /c c:\nwdos\MEMMAX.COM %&`
      ALIAS MEMMAX `command /c MEMMAX %&`

     MEMMAX.BAT:

      @c:\command.com /c c:\nwdos\MEMMAX.COM %1 %2 %3 %4 %5 %6 %7 %8 %9

     Allerdings funktioniert auch das nicht immer (ausprobieren).

     Auf meinen Systemen funktionierte es allerdings bisher immer,
     eine Kopie von COMMAND.COM zu laden, dann MEMMAX +V zu setzen,
     die gewnschte Anwendung zu starten, danach wieder MEMMAX -V
     zurcksetzen und zuletzt COMMAND.COM mit EXIT zu beenden und auf
     4DOS zurckzukehren.


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